Ich kam nach Vietnam,
nach so vielen Jahren, nicht um zu töten
oder mich zu weigern zu töten,
sondern um das Dorf der Freundschaft
zu besuchen, um zu versuchen,
den Kindern und alten Soldaten hier
zu helfen, um mir selbst zu helfen.

Der “Amerikanische Krieg” ist nicht vorbei.
Er lebt heimtückisch fort in den Körpern
der dritten Generation, jeder Nation,
die in diesem Krieg gekämpft hat,
aber am abscheulichsten hier und in Amerika:
In den alten Viet-Minh-Freiheitskämpfern,
der N.V.A.*, den G.I.s, in unschuldigen Zivilisten,
ihren Kindern und Kindeskindern.
Er hat Erde, Wasser, Blut und Knochen verseucht.

Aber in diesem Dorf stellt sich die
Mitmenschlichkeit dem entgegen.

Hier, in den Augen der Betroffenen, die überleben,
in den Herzen derer, die arbeiten und geben,
sehe ich einen Grund zu hoffen,
zu träumen und zu leben.

Don Blackburn, US-Veteran

*nordvietnamesische Armee

(Sie können diesen Rundbrief hier als PDF herunterladen)

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