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Von einer „kleinen Kunst“ kann beim Kleinkunstabend am Friedrich-Schiller-Gymnasium schon lange
keine Rede mehr sein. Hochkarätige Musiker, Preisträger und mutige, talentierte Künstler aller
Altersstufen betraten vergangenen Freitagabend die Bühne in dem zur Aula umfunktionierten
Treppenhaus des Friedrich-Schiller-Gymnasiums.

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„Abwechslungsreich und ein sehr schöner, bunter Abend“, resümierte Martin Wahlers, der im
eigentlichen Leben Sport- und Physiklehrer ist, am Kleinkunstabend aber als Gitarrist der Extraklasse
beherzt in die Saiten griff.

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Viele Musikstücke, Tanz- und Turnshows sowie Jonglage und Improvisationstheater bewiesen die
Vielfalt der Talente. Vom selbst komponierten Stück („Fassade“), das Kursstufenschülerin Kathrin
Hermann mit berührendem Gesang am Klavier vortrug, über den ersten Auftritt vor Publikum einiger
Fünftklässler bis hin zum virtuos spielende Streichquartett (Johannes Braun, Nadja Wietrzynski, Maj
Bommas und Julia Ruan) war hier die komplette musikalische Bandbreite geboten. Letztere hatten
sich für den ersten und zweiten Satz des achten Streichquartetts von Schostakowitsch entschieden,
der das Werk einst mit einer Widmung an Kriegsopfer versah.

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Auch Neuorganisatorin Helen Volz, die erst kürzlich Schlagzeilen mit dem Musical „Ab auf die
Insel“ machte, trug unter anderem mit dem selbst geschriebenen Titel „Tanz auch mal im Regen“,
das von Naemi Frick (Klasse 7) gesungen und von einer vierköpfigen Band begleitet wurde, zum
Programm bei. Volz übernahm erstmals Gestaltung und Planung des Abends und folgt damit auf
Alida Zurke, die bislang den FSG-Kleinkunstabend über viele Jahre hinweg mit ihrem Einsatz als
Organisatorin überhaupt ermöglichte. Auch Zurke stand selbst auf der Bühne und gab gemeinsam
mit Domenico Capparelli an der Gitarre das emotionale Duett „Shallow“ von Bradley Cooper und
Lady Gaga zum Besten. An die 450 Zuschauer wurden von den Siebtklässlerinnen Mailin Briel und
Jana Hild mit einer pfiffigen und charmanten Moderation durch den Abend geführt. In den Pausen
sorgte das FSG-Schillercafé für das leibliche Wohl.

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Seit rund 30 Jahren gibt es nun schon den Kleinkunstabend am FSG, der nicht nur die Herzen öffnet,
weil so viele Talente zu sehen sind. Im Mittelpunkt steht die Kooperation mit dem Dorf der
Freundschaft in Vietnam. Ein Hilfsprojekt, das vor allem junge Menschen unterstützt, die an
körperlichen und seelischen Wunden sowie an Spätfolgen des Krieges durch Einsatz biochemischer
Substanzen leiden. Die Spenden, die an dem Kleinkunstabend eingehen, ermöglichen bessere
Lebensbedingungen und Bildungschancen. Die Vorsitzende des Vereins, Rosemarie Höhn-Mizo,
verfolgte die Veranstaltung in der ersten Reihe. „Es ist so toll wie mutig diese Kinder sind“, sagt
Höhn-Mizo über die kleine Kunst – mit großer Wirkung.