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Ich kam nach Vietnam,
nach so vielen Jahren, nicht um zu töten
oder mich zu weigern zu töten,
sondern um das Dorf der Freundschaft
zu besuchen, um zu versuchen,
den Kindern und alten Soldaten hier
zu helfen, um mir selbst zu helfen.

Der “Amerikanische Krieg” ist nicht vorbei.
Er lebt heimtückisch fort in den Körpern
der dritten Generation, jeder Nation,
die in diesem Krieg gekämpft hat,
aber am abscheulichsten hier und in Amerika:
In den alten Viet-Minh-Freiheitskämpfern,
der N.V.A.*, den G.I.s, in unschuldigen Zivilisten,
ihren Kindern und Kindeskindern.
Er hat Erde, Wasser, Blut und Knochen verseucht.

Aber in diesem Dorf stellt sich die
Mitmenschlichkeit dem entgegen.

Hier, in den Augen der Betroffenen, die überleben,
in den Herzen derer, die arbeiten und geben,
sehe ich einen Grund zu hoffen,
zu träumen und zu leben.

Don Blackburn, US-Veteran

*nordvietnamesische Armee

(Sie können diesen Rundbrief hier als PDF herunterladen)

Bewohnerin beim Blumen gießen

Liebe Freundinnen und Freunde des Dorfs der Freundschaft in Vietnam,

20 Jahre Dorf der Freundschaft feiern zu dürfen - das war eine bewegende Erfahrung, die mich mit großer Freude und Dankbarkeit erfüllt. Alles, was in diesen Jahren gewachsen und entstanden ist, wäre nicht möglich gewesen ohne die Hilfe und Unterstützung unzähliger Menschen, die sich in ganz vielen Bereichen für das Dorf der Freundschaft engagiert haben.

Ich möchte Ihnen danken für Ihr Interesse an unserer Arbeit in Vietnam, für Ihre Offenheit, sich über die Spätfolgen eines Krieges zu informieren, der “eigentlich” schon lange vorbei ist und für Ihre Bereitschaft, das Dorf der Freundschaft mit Ihrem Engagement und mit Ihrer Spende zu unterstützen.

 In Zeiten, in denen internationale Zusammenarbeit und Völkerverständigung nicht selbstverständlich sind, kann unsere Arbeit für das Dorf der Freundschaft auch ein Zeichen dafür sein, dass Menschen trotz aller nationalen Unterschiede aufeinander zugehen und Positives miteinander gestalten können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für die Advents- und Weihnachtszeit und für das kommende Jahr alles Gute.

Mit Dank und herzlichen Friedensgrüßen

Rosemarie Höhn-Mizo


Abschied...

Nach zehnjähriger Tätigkeit für das Dorf der Freundschaft, zunächst als Vizedirektor und dann in den vergangenen Jahren als Direktor des Dorfes, ist Herr Dinh Van Tuyen Ende Juni in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

Abschied und Willkommen

vlnr.: Becky Luening, USA; Christa Ebnner, Italien; Dir. Tuyen; Rosemarie Höhn-Mizo, BRD; Hr. Dien, Dolmetscher; Brigitte Müller, BRD

Sein ruhiges und besonnenes Engagement, gepaart mit großer Offenheit für alle Notwendigkeiten und Neuerungen, die das Dorf der Freundschaft voranbrachten, haben die internationale Zusammenarbeit mit Herrn Tuyen leicht und bereichernd gemacht. Zusätzlich zu allem “Alltagsgeschäft” wie zum Beispiel der Sicherung der medizinischen und therapeutischen Versorgung der Veteranen, der Kinder und Jugendlichen und der Betreuung und Begleitung von Besuchern hat er in den letzten Jahren zuverlässig und kompetent die Baumaßnahmen zur Flutsicherung und die Hausrenovierungen organisiert und begleitet.

Wir danken Herrn Dinh Van Tuyen von Herzen für alles, was er für das Dorf der Freundschaft getan hat und wünschen ihm für seinen Ruhestand im Kreis seiner Familie alles Gute und bestmögliche Gesundheit.


...und Willkommen

Nach drei Jahren als Vizedirektor ist Herr Nguyen Thang Long seit Juli Direktor des Dorfs der Freundschaft. Wir sind froh darüber, dass Herr Direktor Long damit schon einen sehr guten Einblick in die vielfältigen Arbeitsbereiche des Dorfs der Freundschaft hat und bei den vergangenen Arbeitstreffen auch unsere internationale Unterstützergruppe kennenlernen konnte. Die gemeinsame Arbeit in den letzten Wochen ist gekennzeichnet von seiner Bereitschaft zum Austausch und guter Zusammenarbeit. Herr Nguyen Thang Long ist in der Provinz Hung Yen geboren und lebt inzwischen mit seiner Frau, einer Grundschullehrerin, im Ba Dinh District in Hanoi. Die beiden haben zwei erwachsene Kinder.

Der neue Direktor Nguyen Thang Long

Wir wünschen Herrn Direktor Long für seine Tätigkeit als Leiter des Dorfes der Freundschaft ganz herzlich alles Gute.


Hello,hello - Kekse und Lächeln: Ein Nachmittag im Dorf der Freundschaft

Rund 45 Minuten dauert die Fahrt mit dem Taxi aus Hanois Altstadt zum Friendship Village. Genug Zeit, um mir Gedanken machen zu können, was mich erwartet. Sind die Kinder und Veteranen in angemessenen Gebäuden untergebracht? Und überhaupt, wie sieht der Tagesablauf aus? Neben mir liegt ein Beutel gefüllt mit Keksen. Ein kleines Mitbringsel für die Kinder, um ihnen vielleicht eine Freude bereiten zu können. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich eine gute Idee war. Vielleicht hätte ich etwas Originelleres wie deutsche Butterkekse oder etwas zum Spielen mitbringen sollen?

Viel Zeit darüber nachzudenken habe ich nach unserer Ankunft jedenfalls nicht. Empfangen werden wir von Mrs Ha, die uns begeistert über das Gelände des Villages führt und jegliche Fragen geduldig beantwortet. Schön ist es hier, denke ich mir. Irgendwie friedvoll und so ruhig im Gegensatz zu Hanois Trubel. Doch am eindrucksvollsten ist es, die Klassenzimmer der Kinder zu betreten. Sobald man die Türen öffnet, strahlen einem mindestens zehn Augenpaare entgegen, Kinderarme winken und man hört von allen Seiten “Hello, hello”. Die einen sitzen vor Nähmaschinen, Stickereien oder Papierblumen, die mir so gut gefallen, dass ich sofort zwei handgefertigte Taschen in leuchtenden Farben kaufe. Andere haben Sportunterricht, der von kanadischen und europäischen Freiwilligen geleitet wird. Mich beeindruckt, dass die etwa 100 Kinder einen überaus vergnügten Eindruck machen. Nach der Besichtigung der Klassenzimmer schauen wir uns die Gemeinschaftsküche und den Physiotherapie-Raum an, in dem vor allem Kinder mit körperlichen Behinderungen behandelt werden. Auch hier beeindruckt mich, wie fröhlich die kleinen Bewohner/innen sind und bin zugleich erleichtert, dass meine mitgebrachten Kekse zu schmecken scheinen. Es ist überwältigend, so viele strahlende Kindergesichter sehen zu können.

Auf der Rückfahrt muss ich schmunzeln, dass ich mir Gedanken über Mitbringsel gemacht habe und frage mich, ob sich die Kinder auch so sehr über unseren Besuch gefreut haben, wie wir uns über ihre strahlenden Gesichter?

Carla-Marie Baretti, Oktober 2018


Internationales

Aus Schweden

Marilyn Barden, seit Jahrzehnten in der skandinavischen Friedensbewegung aktiv, begegnete George Mizo, dem Initiator des Dorfs der Freundschaft, in den 80er Jahren im Zusammenhang mit “Veterans Fast for Life” - der Fastenaktion von Kriegsveteranen gegen einen US-Militäreinsatz in Nicaragua. Verbunden in ihrem Engagement für den Frieden begleitete Marilyn die Entstehung und Entwicklung des Dorfs der Freundschaft über all die Jahre hinweg und besuchte es 2015 persönlich. Nun reisten Friedensfreunde von ihr, Ingrid und Jan-Erik Romson, nach Vietnam. Ingrids Tochter beginnt ihre Tätigkeit bei der schwedischen Botschaft in Hanoi. Die beiden überreichten bei ihrem Besuch im Dorf der Freundschaft ein großes Geschenk: Marilyn schickte eine Spende von 2000 Dollar mit. Danke!

aus Schweden...

Aus den USA

“Es war eine interessante und gute Zusammenarbeit von vier Organisationen”, schreibt Stephen Abatiell, der Vorsitzende des US-Komittees für das Dorf der Freundschaft: die Southern Cross Universität in den USA mit ihrem Physiotherapieprogramm, das US-Komittee sowie die Organisation “Think Playgrounds” in Hanoi und unsere vietnamesischen Partner entwarfen und bauten gemeinsam einen neuen Spiel- und Bewegungsplatz im Zentrum des Dorfs der Freundschaft. Schön, dass diese Kooperation gelungen ist und den vielen Kindern mit Behinderungen eine weitere Möglichkeit zur Freizeitgestaltung und Bewegungsförderung bietet!

aus den USA


Schattentheater

Liebe Freunde, bei einem Besuch des Dorfs im letzten Jahr sind mir die wunderschönen Postkarten ins Auge gefallen, die dort gemacht wurden. Es entstand bei mir die Idee, dort einen Schattentheaterworkshop auszuprobieren. 19,5 kg - mein Rucksack war bis zum Rande voll mit der improvisierten Bühne, Stoffen, Pappe, Bambus und und und...

Ich war begeistert von den Kindern des Dorfes; von ihrer Konzentration, Fingerfertigkeit und auch von der Freude, mit der sie sich in diese Welt entführen haben lassen.

Schattentheater

Am Ende des Workshops kam eine kleine Vorstellung. Alle Beteiligten hatten viel Spaß dabei. Dass zufällig noch eine Besuchergruppe vorbeikam und mit ihrem Applaus ihre Begeisterung zeigte - das hat nicht nur mich mit Stolz und Freude erfüllt. Die Anerkennung ihres Könnens hat auch den Kindern gefallen und gut getan.

Vietnam steht auch nächstes Jahr wieder auf meinem Programm - mit einer neuen Idee, zu der mich meine vietnamesische Freundin Vi Phan inspiriert hat: Die Geschichte vom Wassergott und vom Berggott - ein vietnamesisches Märchen. Ich freue mich schon darauf.

Schattentheater

An dieser Stelle auch nochmals ein besonderer Dank an die Lehrerin und die Freiwilligen, die geholfen haben. Die Idee der Lehrerinnen war, dass die Freiwilligen zukünftig eigenständig Geschichten entwickeln.... eine tolle Idee, ein sehr vielversprechender Beginn..... wer weiß, wo diese Reise noch hinführt.

Herzliche Grüße

Anette Mann, theatro Anett www.action-anett.de


Datenschutz und der e.V. des Dorfs der Freundschaft

Bis letztes Jahr keinerlei Begriff, nun in aller Munde: die Europäische Datenschutzgrundverordnung, kurz EU- DSGVO, die am 26. Mai 2018 in Kraft getreten ist.

Auch der Vorstand des deutschen Vereins hat sich mehrfach mit der Frage der Datenerhebung und -verarbeitung befasst - im Sinne der Bürger*innen als Verbraucher*innen und gemäß der zurecht hohen Anforderungen an den Schutz von persönlichen Daten. So wurde mit tatkräftiger Unterstützung unseres Webmasters eine aktualisierte Datenschutzerklärung auf www.dorfderfreundschaft.de eingestellt. Auch die Empfänger*innen des digital versandten Rundbriefs wurden über die entsprechenden Regelungen und das Recht auf Löschung ihrer Daten informiert.

All diejenigen, die den Rundbrief per Post erhalten, möchten wir an dieser Stelle informieren, dass wir die uns in diesem Zusammenhang mitgeteilte Adresse ausschließlich für den Versand des Rundbriefs verwenden und keine Weitergabe dieser Daten an Dritte erfolgt. Sollten Sie die Zusendung des Rundbriefs an die uns vorliegende Adresse nicht mehr wünschen, bitten wir um einen Hinweis an die Postanschrift des deutschen Vereins Dorf der Freundschaft in Vietnam oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die entsprechenden Daten werden wir dann schnellstmöglich löschen. Andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie mit der Zusendung des Rundbriefs einverstanden sind und diesen bis auf Widerruf weiterhin beziehen möchten. Vielen Dank.

Für den Vorstand des Dorfs der Freundschaft e. V.: Rainer Hub, 2. Vorsitzender im Oktober 2018


Spenden 2017

Liebe Spenderinnen und Spender, dank Ihrer Hilfe konnten wir 2017 insgesamt € 78.000 als Beitrag zur Deckung der laufenden Kosten ins Dorf der Freundschaft schicken. Alle unsere Kosten in Deutschland (Druck und Versand von Rundbriefen und Zuwendungsbescheinigungen, Bankgebühren für Auslandsüberweisungen, Büromaterial etc.) konnten durch Mitgliedsbeiträge gedeckt werden. Die Vorstands- und Verwaltungsarbeit geschieht in unserem Verein rein ehrenamtlich. Die Reise- und Unterbringungskosten im Zusammenhang mit den alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Treffen in Vietnam werden von den Teilnehmenden aus Deutschland privat übernommen, so dass alle Ihre Spenden in vollem Umfang der Unterstützung des Dorfs der Freundschaft zu Gute kommen.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Brigtte Müller, Schatzmeisterin


Weihnachtsgeschenke / Versandartikel

USB Stick

Es gibt noch einige wenige USB-Sticks mit Dorf-Logo und aufgespielter Bilderserie zu 20 Jahre Dorf der Freundschaft. Preis 8,- Euro zzgl. Versandkosten.

Märchenbuch

Märchen der Gebrüder Grimm mit Bilderbögen von Gerhard Gollwitzer, 15.- Euro zzgl. Versandkosten.

Kunstpostkarten-Mappe mit zehn Gemälden von Christiane Gollwitzer, 8,50.- Euro zzgl. Versandkosten.


Termine

  • Mitgliederversammlung am 6.4.2019, 14:00-16:00 Uhr Gemeindezentrum Fenster Rieslingstr. 18 74348 Lauffen
    Im Anschluss Vorführung des Dokumentarfilms ”Das Dorf der Freundschaft“ (2000) und Gespräch mit den Filmemachern Timo Mugele und Marcus Niehaves.
  • Flohmarkt Bietigheim-Bissingen, Fußgängerzone am 30.3.2019 angefragt.

Bewohnerinnen des Dorfes


Projekt Solaranlage

Die Solaranlagen für das Dorf der Freundschaft, die von “Elektriker ohne Grenzen e.V.” und deren vietnamesischen Partnern realisiert werden sollen, sind noch nicht vollständig finanziert. Grund ist, dass einer der Förderanträge aufgrund eines anderen Schwerpunktkontinents abgelehnt wurde.

Wenn Sie uns mit Ihrer Spende dabei unterstützen möchten, dass die Solaranlagen vollends finanziert werden können und damit dann noch in diesem Jahr Baubeginn sein kann, bitten wir Sie, dies auf Ihrer Überweisung mit dem Stichwort “Solaranlagen” zu vermerken.

Herzlichen Dank!

Stickerei

Fotonachweis: Birgit Grau, Heinz Gutfleisch, Martina Weisz, Michael Mizo, Becky Luening, Evelin Schwab